Partizipation und die Einbindung von Betroffenen werden in der Arbeit mit von Wohnungs- und Obdachlosigkeit betroffenen Menschen immer mehr zu zentralen Begriffen. Träger und Organisationen im Kontext Betroffenheit von Wohnungslosigkeit wollen nicht mehr über Adressat*innen sprechen und für sie entscheiden, sondern sie miteinbeziehen und teilhaben lassen. Peer-Arbeit geht dabei noch einen Schritt weiter. In der Peer-Arbeit werden (ehemalige) Adressat*innen zum Teil des Teams und unterstützen Betroffene mittels reflektiertem Erfahrungswissen. Das Erfahrungswissen von Menschen, die Wohnungslosigkeit und/oder Obdachlosigkeit erlebt haben, kann in keiner Ausbildung gelernt werden und ist daher eine gute Ergänzung zum Fachwissen in bestehenden Teams.
Die Ausbildung zur Peer-Mitarbeiterin* ist für volljährige Personen, die sich als weiblich* identifizieren (das vereinsinterne Verständnis von Geschlecht ist nicht binär) und die von Marginalisierung, Existenzbedrohung und Wohnungslosigkeit betroffen sind oder waren. Gewalt ist im Kontext der Peer-Ausbildung vor allem im Sinne von struktureller Gewalt zu verstehen. Aufgrund ihrer Marginalisierung haben viele Frauen* aber zudem Erfahrung mit physischer, psychischer und/oder sexualisierter Gewalt, häufig im Kontext häuslicher Gewalt.
Peer Mitarbeiterin Bianca
+43 660 76 81 220